Atemunterstützung nächtliche Atempausen

Atemunterstützung

nächtliche Atempausen

Wurden bei einem Patienten nächtliche Atempausen festgestellt, gibt es einige Optionen diese zu behandeln. Bei leichteren Formen der sogenannten obstruktiven Schlafapnoe (Verlegung der Atemwege beim Einatmen) kann man versuchen, durch Anfertigung einer sogenannten Protrusionsschiene, die nachts im Mund getragen werden muss und die Unterkiefer, Zunge, Zungen-und Schlundmuskulatur nach vorne zieht und den Biss etwas öffnet, die Atempausen zu verringern. Man kann sie auch bei Schnarchen einsetzen. Die Protrusionsschiene verringert dadurch die Einengung des Rachenraums und hält die Atemwege in tiefen Schlafstadien mechanisch offen, damit nimmt der Atemwegswiderstand ab und der Patient kann besser atmen.

Eine Alternative zur Protrusionsschiene bieten auch sogenannte Schnarchspangen, die allerdings das Gaumensegel stabilisieren und daher einen anderen Ansatz haben als Protrusionsschienen. Da ich auf dieser Seite keine Firmenwerbung machen möchte, empfehle ich unter Schnarchspange im Internet zu suchen. Auch Schnarchspangen müssen individuell angepasst und falls man die Kosten ersetzt haben möchte, verordnet werden.

Es gibt auch die Möglichkeit ein Röhrchen oder sogenannten „Stent“ in die Nase einzuführen und dadurch den nächtlichen Atemfluss zu verbessern. Da man die empfindlichen Nasenschleimhäute damit reizt, wird diese Methode nicht von jedem Patienten vertragen. Auch hier bitte unter Stent /Röhrchen in Nase im Internet suchen, falls Interesse besteht.

Den genannten Methoden gemeinsam ist, dass sie nur bei leichteren Formen der Schlafapnoe hilfreich sind.

Der effektivste aber auch gewöhnungsbedürftigste Behandlungsweg ist der der Maskenbeatmung. Ich bevorzuge ihn vor allem bei mittelgradigen und schweren Schlafapnoe Syndromen, weil dadurch am besten die Tagesmüdigkeit bekämpft werden kann. Trotz der individuellen Beeinträchtigung durch die Maskenbeatmung ist der Aha-Effekt nach einer Nacht ohne Schlafapnoe für den Patienten, der sich wieder frisch und ausgeruht fühlt, bemerkenswert. Dies trifft eben besonders für die schweren Formen der Schlafapnoe zu. Ein Patient der den Unterschied zwischen ausgeschlafen und müde kennengelernt hat, ist auch bereit diese Form der Behandlung auf sich zu nehmen. Natürlich müssen die Masken und die Drücke in einem Schlaflabor sorgfältig eingestellt werden. Je komplizierter die nächtliche Atemstörung desto sorgfältiger muss die Einstellung auf die Maskenbeatmung erfolgen. Man unterscheidet verschiedene Formen von Beatmungstypen.

Bei der CPAP- Beatmung wird der Patient über ein Schlauchsystem mit einem Beatmungsgerät verbunden. Das Gerät bläst Luft in das Schlauchsystem und nachfolgend in die Atemwege. Durch den Überdruck werden die Atemwege offen gehalten und das Einatmen erleichtert. Daneben erschwert es jedoch die Ausatmung, da durch den kontinuierlichen Luftstrom „gegen den Wind“ ausgeatmet werden muss. Inzwischen gibt es sogenannte auto-CPAP Geräte, die den Atemstrom messen und sich erst zuschalten, sobald Atempausen entstehen. Sie passen auch in vorgestellten Grenzen den Druck an die Atmung automatisch an.

Anders als bei der CPAP- Beatmung wird bei der BiPAP- Beatmung während des Ausatmens der Druck gesenkt, was das Ausatmen erleichtert. Das Beatmungsgerät produziert abwechselnd einen hohen Druck zum Einatmen und einen niedrigeren Druck zum Ausatmen. Das ist für die meisten Patienten, insbesondere wenn sie hohe Drücke beim Einatmen benötigen, deutlich komfortabler. Für schwere Atmungsstörungen z.B. bei der sogenannten Cheyne- Stoke –Atmung gibt es noch weitere hochentwickelte sogenannte Auto-Servo Geräte, die die Atmung dann effektiv unterstützen und für eine angepasste Luftzufuhr in die Lunge sorgen. Bei zentralen Apnoeformen kann es auch sinnvoll sein zusätzlich Sauerstoff in die Atemluft beizumischen. Allen Gerätetypen und Beatmungsformen gemeinsam ist, dass sie in spezialisierten Schlaflaboren unter nächtlicher Kontrolle angepasst werden müssen. Es ist insbesondere darauf zu achten, dass der Patient mit dem Gerät ausreichend schläft. Das sollte bei einer Neueinstellung in jedem Fall unter Laborbedingungen kontrolliert werden.

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