Insomnien Ein- und Durchschlafstörungen

Insomnien

Ein- und Durchschlafstörungen

Die ICDS klassifiziert diese Ein- und Durchschlafstörungen:

  • Anpassungsbedingte oder akute Insomnie
  • Psychophysiologische Insomnie
  • Paradoxe Insomnie - Idiopathische Insomnie
  • Insomnie im Rahmen einer psychischen Störung
  • Insomnie im Rahmen inadäquater Schlafhygiene
  • Verhaltensabhängige Schlafstörung in der Kindheit
  • Insomnie im Rahmen von Medikamenten- oder Substanzmittelmissbrauch
  • Insomnie im Rahmen einer organischen Erkrankung
  • Insomnie unabhängig von Substanzmittelgebrauch oder anderen physiologischen
  • Bedingungen, nicht spezifiziert (nichtorganische Insomnie)
  • Physiologische (organische) Insomnie, nicht spezifiziert

Allen in der ICDS aufgeführten
Insomnien ist eines gemeinsam:

Der Patient hat Probleme einzuschlafen, bzw. er kann nicht durchschlafen. Er macht sich Sorgen um seinen Schlaf, empfindet das Schlafdefizit als unangenehm, fühlt sich am Tag nicht so leistungsfähig oder ist sogar tagesmüde. Aber egal welche Klassifikation man wählt, eigentlich geht es darum die Ursache für die Schlafstörung zu finden. Findet man „nichts“ so spricht man von einer psychophysiologischen oder physiologischen Insomnie. Das hilft dem Patienten nur insofern, als dass das Kind einen Namen hat. Es kann ihm helfen, dass nicht schlimmeres gefunden wurde, aber lösen tut es das Problem nicht. Ich glaube, dass die Kenntnis über die eigentliche Ursache des Nicht-schlafen-könnens sehr komplex ist und einer sehr genauen (Anleitung zur) Beobachtung durch den Patienten und tiefgreifende Kenntnisse des Untersuchers über mögliche Schlafstörungen voraussetzt. Nur wer die richtigen Fragen stellt, wird die richtige Antworten bekommen. Was man nicht weiß, kann man auch nicht fragen. Die einfachste Version der Behandlung ist es also, den Patienten nachts zu betäuben. Das geht natürlich, ist aber sicher nicht der Königsweg und auf lange Sicht nicht die Lösung des Problems. Manchmal hilft es, die Zeit zu überbrücken, bis die Selbstheilungskräfte des Körpers das Grundproblem gelöst haben. Deshalb kann ein vorübergehender pharmakologischer Behandlungsversuch für die Dauer von 2-3 Wochen durchaus sinnvoll sein.

 Eine alte Klassifikation unterschied intrinsisch (internen) von extrinsisch (extern) induzierten Schlafstörungen.

Extrinsische Schlafstörungen sind alle Faktoren die von außen das Schlafverhalten stören. Lärm, mangelnde Schlafhygiene, falsche Ernährung, Interkontinentalflüge, schlechte Betten, schnarchende Bettpartner, falsch klimatisierte Schlafräume etc. Diese Faktoren müssen gesucht und eliminiert werden. Dann löst sich das Schlafproblem. Hierzu gehören übrigens auch die oft belächelten Faktoren Erdstrahlung (Geopathie), Elektrosmog und Umweltgifte. Dazu nur so viel: Wer einen Fernseher und beispielsweise einen elektrischen Leitungsbaum am Kopfende seines Bettes hat, braucht sich nicht wundern, dass er schlecht schläft. Es stört im Übrigen auch das restliche vegetative Nervensystem.

Zu den intrinsischen Schlafstörungen gehören natürlich alle organischen Faktoren die Schlaf stören. Offensichtlich gehören dazu z.B. nächtliche Atemnot, häufiges Wasserlassen oder auch Schmerzen. Nicht ganz so offensichtlich, aber sehr häufig sind Restless legs, periodische Beinbewegungen im Schlaf oder auch Atemstörungen wie die Schlafapnoe für Einschlafstörungen oder nächtliches Erwachen verantwortlich (Zur Diagnostik benötigt man eine Schlaflaboruntersuchung). Vermutlich gibt es auch versteckte Stoffwechselstörungen wie nächtliche Unterzuckerungen oder Nährstoffmängel, die Schlafstörungen verursachen. Hier wird die Suche schon wesentlich komplizierter. Letztlich sind hierzu aufwendige Laborunteruntersuchungen notwendig, deren Kosten eventuell in keinem Verhältnis zum Ergebnis stehen. Dennoch kann ein Mangel an Vitalstoffen z.B. die Synthese für den Schlaf induzierenden Hormone und Neurotransmitter behindern und somit die Schlafphysiologie stören (z.B. Mangel an L-Tryptophan und Störung des Serotoninstoffwechsels) Wesentliche weitere intrinsische Faktoren werden über das vegetative Nervensystem eingespielt. Ein hoher vegetativer Erregungslevel stört natürlich die notwendige Entspannung des Körpers, die eine Grundvoraussetzung für Ein- und Durchschlafen ist. Patienten nehmen bei entsprechender (Stress)dauerexposition diese Anspannung zum Teil gar nicht mehr war. Die deutlich erhöhte Informationsflut unserer Zeit trägt wesentlich zu einer unbemerkt immer mehr gesteigerten Erregung bei.

Hinzu kommt das sogenannte „Gedankenkarussel“, eine Gedankenflut die durch unsere täglichen Sorgen und Nöte im Fluß gehalten wird. Wer aber denkt, hat keine Leere im Kopf, die wiederum eine Grundvoraussetzung für Einschlafen ist. Gedanken erhöhen im Übrigen auch die vegetative Spannung, denn sie beeinflussen unsere Emotionen. Meist in negativen Sinn.

Ein weiterer intrinsischer Faktor sind die ultradianen und circadianen Rhythmen, die in unserem Körper ablaufen Wir sind auf den 24-Stunden Rhythmus unseres Planeten synchronisiert. Laufen unsere Rhythmen nicht im Einklang mit diesem Rhythmus, kommt es zu Störungen und der Schlaf-Wach-Rhythmus kommt aus dem Gleichgewicht. All diese Faktoren (und noch mehr) sind bei einer Ursachensuche zu berücksichtigen. Deshalb ist die genaue Anamneseerhebung so wichtig.

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