Schnarchen

Schnarchen

Gedicht von Eugen Roth

Schnarchen

Ein Mensch hört staunend und empört,
dass er, als Unmensch, alle stört.

Er nämlich bildet selbst sich ein,
Der angenehmste Mensch zu sein.

Ein Beispiel macht Euch solches klar:
Der Schnarcher selbst schläft wunderbar.

Schnarchen ist wohl eines der häufigsten
Probleme um das Thema Schlafen.

Ich widme ihm deshalb eine eigene Rubrik. Das Phänomenale am Schnarchen ist, dass es der Betroffene am wenigsten merkt und er damit vor allem seine Umgebung (oft die Ehefrau, manchmal auch der Ehemann) in den Wahnsinn treibt. Denn meistens schläft der Schnarchende, wenn er nicht von seinem eigenen Schnarchen erwacht, tief und fest. Leider stören die Umgebungsgeräusche alle anderen nur selten den Schläfer. Schnarchgeräusche können bis 100 dB laut sein und entsprechen damit dem Geräusch einer Kettensäge. Schnarchen (Rhonchopathie) ist genau genommen die häufigste Schlafstörung. 10 - 30% der jugendlichen Erwachsenen schnarchen im Schlaf. Mit zunehmendem Alter schnarchen dann rund 60% der Männer und 40% der Frauen. Dies liegt an der Erschlaffung des Gewebes im Alter. Schnarchen ist grundsätzlich keine wirkliche Erkrankung aber das Symptom ist eine Vorstufe dazu. Sind beim Schnarchen der Atemrhythmus oder die eigene Schlafqualität ungestört, spricht man von einem einfachen oder primären Schnarchen. Dieses ist für den Schnarcher an sich ungefährlich. Wenn beim Schnarchen ein erhöhter Atemwegswiderstand oder Atemaussetzer auftreten spricht man von obstruktivem Schnarchen. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Schnarchen ist diese Form bereist gesundheitsgefährdend. Auch wenn der Patient noch keine Atempausen hat, kann der Patient dennoch in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt oder tagesmüde sein. Man nennt dies dann z.B. Upper air way Resistent Syndrom. Die nächste Stufe kann dann eine sogenannte Schlafapnoe sein. Wie dort beschrieben, ist sie nicht ungefährlich. Sie kann erhebliche gesundheitliche Folgen haben, z.B. einen nächtlichen erhöhten Blutdruck. Lautes oder unregelmäßiges Schnarchen kann also ein erster Hinweis auf eine beginnende Schlafapnoe sein. 

Wie entsteht Schnarchen?

Die dysharmonische Orchestermusik Schnarchen ist eine konzertierte Aktion im Nasen Rachenraum. Mit zunehmender Schlaftiefe lässt die Spannkraft (Tonus) der Muskeln im Körper und natürlich auch der der der oberen Atemwege nach. Durch die Erschlaffung verändert sich das Strömungsverhalten der Luft in den oberen Atemwegen. Bei jungen Menschen hat dies meist keine negativen Auswirkungen auf die Atmung im Schlaf, da die Spannkraft jugendlicher Muskeln auch im Schlaf noch ausreicht das „Röhrensystem“ Mund Rachen Bronchien offen zu halten. Erschlafft die Muskulatur zu stark, verengen sich die Atemwege und es entstehen durch das Flattern entweder von Gaumensegel und oder Zäpfchen ähnlich wie in einem Blasinstrument durch Resonanz die bekannten Schnarchgeräusche.

Auch der Zungengrund kann dazu beitragen. Wo das Geräusch genau entsteht, ist individuell unterschiedlich. In manchen Foren wird behauptet, dass man zwischen Nasen, Rachen und Zungenschnarcher unterscheiden kann. Aus meiner langjährigen Erfahrung ist dies letztendlich nicht zielführend. Ich halte eine Untersuchung durch einen erfahrenen HNO Arzt für sinnvoll. Faktoren die Schnarchen begünstigen, können z.B. ein sehr kurzer Abstand der Zunge zu der Rachenhinterwand, ein übergroßes Zäpfchen, eine große Zunge, vergrößerte Gaumenmandeln und Rachenmandeln sein aber auch Kieferanomalien. Das wichtigste ist somit die Beurteilung, ob die Atemwege frei sind. Dazu gehören am wesentlichsten eine freie Nasenatmung sowie gerade bei Jugendlichen die Beurteilung des Rachenringes und ob es hier Verlegungen durch die Rachenmandeln oder anatomische Anomalien gibt. Diese Atemwegshindernisse gehören aus meiner Sicht, wenn vorhanden, chirurgisch beseitigt. Operationen am Gaumensegel und dem Zugengrund zur Beseitigung des Schnarchens müssen sehr genau überlegt werden und es ist hier eher Zurückhaltung angesagt. Operationen in diesem Bereich können auch irreversiblen Schaden verursachen.

Wenn ein Schnarcher müde ist, sollte in jedem Fall eine Schlafapnoe ausgeschlossen werden und ein ambulantes Screening durchgeführt werden.

Schnarchreduzierend können eine Gewichtsabnahme, Seitenlage, Nasenpflege, Verzicht auf abendlichen Alkohol, Schnarchspangen und Protrusionsschienen wirken. Manchmal kann es sinnvoll sein, eine maschinengestützte Beatmung CPAP etc. anzupassen. Sie ist in jedem Fall fast 100% wirksam.

Zusammengefasst: Wer stark schnarcht, sollte sich einmal kompetent beraten lassen.

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Schlafexperte München Pöcking

PÖCKING:
Dr. med. Dietrich Hasse

Im Hausarztzentrum
Starnberger See

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Direktkontakt: 08151-368111
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Dr. med. Dietrich Hasse
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Fürstenriederstraße 256
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